Die Handlung

Der Burgverwalter Dercum überrascht die Adendorfer Bevölkerung mit der Absicht des Grafen, Töpfer aus dem Westerwald in Adendorf anzusiedeln. Es erhebt sich spontaner Widerstand. Die Adendorfer Töpfer, denen es ohnehin nicht besonders gut geht, befürchten die neue Konkurrenz. Doch der Einzug der Westerwälder lässt sich nicht aufhalten. Mit ihrer ganzen Habe ziehen sie ein und werden von Dercum in die Siedlungsgebiete eingewiesen. Auch sie fürchten sich vor der ungewissen Zukunft und sehnen sich nach ihrer Heimat, dem Kannenbäckerland.

Zwischen beiden Bevölkerungsgruppen entstehen erwartungsgemäß Streitigkeiten. Die Ablehnung des Fremden, unterschiedliche Gewohnheiten, Sprache und Töpfertechniken entzünden sich an Reibereien über verschiedene Tonqualitäten und die scheinbar ungerechte Holzzuteilung. Die Adendorfer spotten über den Salzbrand der Westerwälder und diese wiederum machen sich lustig über das Adendorfer „Bläuen“.

In dieser angespannten Situation verliebt sich Hannes Gerhards, der Bruder des Westerwälder Obermeisters, in Marie, die Tochter des Adendorfer Töpfermeisters Hilger Wahlen, die eigentlich dem Töpfergesellen Wienand Zorn versprochen ist. Doch diese Liebe wird zur Keimzelle der Verständigung beider Bevölkerungsgruppen.

Die beiden entwickeln eine Idee und gehen mit großer Heimlichkeit zu Werke. Alles kommt darauf an, dass der Plan gelingt. Zunächst einmal aber muss der Ofen entzündet und der Ton gebrannt werden. Misslingt der Brand, dann sind auch die Träume der Liebenden geplatzt.

Und es gelingt! Liebe und Vernunft besiegen Neid und Missgunst und tragen schließlich dazu bei, dass Adendorf zur Wiege einer aufstrebenden Töpferkunst im rheinischen Raum wird und Adendorfer Steinzeug noch heute internationales Ansehen genießt.